Archiv | 20:24

Nur noch wenige Stunden

16 Jul

Jetzt wird es langsam ernst… Panik macht sich unaufhaltbar breit, denn die Klausur rückt näher.
Nur noch wenige Stunden bevor ich mich auf meinem Arbeitsblatt auskotze, den Prof zum verzweifeln bringe und mir irgendwas aus der Nase sauge was nicht schon vorher herausgepopelt wurde.

Ich erwarte dass ganz viele Graden und Kurven mit verschiedenen Namen und Bedeutungen rankommen (ASR,ASD,ADS,AOK,KPD,USA,LOL und Co.)

desweiteren natürlich solche Sachen wie unser Satz des Tages…
„In der Deflation wird der Kreditnehmer im Gegensatz zum Kreditgeber vergleichsweise reicher, da der nominale Wert seines Kredits durch die Deflation sinkt“

-> den Satz hab ich übrigens heute beim Abendbrot mal einfach so ausm Stehgreif aufgesagt und wurde nur durch ein PSSSCHT – meine Serien laufen, unterbrochen. (Innerlich hab ich den Satz aber perfekt aufgesagt ;))

Also seelisch und moralisch bin ich heute komplett in der Uni gewesen! Brechen möcht ich! Den ganzen Tag lang!!!

Achso – vorhin bin ich noch kurz bei der Bank gewesen… Warum ist schon wieder eine etwas längere Geschichte die damit anfing, dass mich Fiat übern Tisch ziehen wollte 😉

Warum die mich über den Tisch ziehen wollen? Weil ich warscheinlich dafür predestiniert bin 🙂 Keine Ahnung. Vielleicht muss ich mich da öfter mal Blicken lassen und nen Kaffee mit dem Werkstattleiter trinken oder so. Mein Anliegen war es ein simples Relai für den Scheibenwischermotor zu kaufen, da dieses nicht mehr funktioniert und damit die Scheibenwischer nicht funktionierten (wie ungünstig das ist hab ich vorhin im Regen festgestellt auf dem Weg zur Bank). Der nette Fiat-Werkstattmitarbeiter suchte geschlagene 10min in seinem Archiv – warscheinlich gibts da noch keine Computer und knallte mir dann rotzfrech an den Kopf dass das Relai in der Größe einer Zigarettenschachtel schlappe 265€ kostet 😀
Hahahaha 😀 Ich lach mich schlapp… Eigentlich wollte ich auflegen um im HandyKalender nachzugucken ob 1. April ist aber dann erinnerte ich mich daran, dass mein Geburtstag schon lange zurück liegt. Ich schluckte kurz und fragte ihn ob er mich auf den Arm nehmen wollte. Ich wollte das Relais und nicht gleich den Arbeiter der das Teil zusammenbaut mitkaufen. „ICH MACHE DIE PREISE NICHT“ raunte er mir entgegen…
„Schönen Tag noch“ und ich legte auf. Im Internet fand ich das Teil dann für sageundschreibe 77€ … Das sind locker 190€ weniger! Was denkt sich Fiat eigentlich???

Die 77€ hab ich dann schnell Überwiesen und mein Dispo machte Freundensprünge, dass es nicht 265€ waren sondern eben nur besagte schmale 77 😉
Tja… Schlechten Menschen geht es immer gut und Fiat ganz besonders 😉 Nie wieder kaufe ich da! Und allen zukünftigen Kunden werde ich an der Eingangstür auflauern und vom Kauf abraten… Und wenn sie nicht hören wollen dann kauf ich die Belegschaft für jeweils 265€ pro Person so dass niemand mehr ein Auto verkaufen kann… 😉

Tja – aufregender Abend… Jetzt noch eine Folge von Kloß und Spinne und Erik sagt gute Nacht! 😉 naja nicht ganz… Aber bald…

Das Phänomen Youtube

16 Jul

Es ist das neue Hollywood des Internet und es schreit sich Youtube!

In regelmäßigen Abständen finden viele Leute einen Zug auf den sie geschickt aufspringen und zu Ruhm gelangen…

In den letzten Jahren waren es Hollywood und Castingshows… Doch seit einigen Jahren ist youtube.com online und Leute fingen an richtig richtig bekannt zu werden… Wohl vorerst nur bei Youtube aber es gibt auch Künstler die den Sprung von Youtube geschafft haben. Ich möchte mich hierbei auf 2 Konzentrieren.

Sowohl Ronald Jankees als auch Volker Strübing.

Ronald Jankees gehört von beiden zu den Musikern. Er hat bereits eine CD veröffentlicht die auch bei ITunes zum Download verfügbar ist.

Seine Musik ist komplex und trotzdem nett anzuhören… Ich habe selbst versucht solche Songs zu machen aber das ist zuweilen doch schwerer als erwartet! 😉

Ein Link zu seiner Seite bei YouTube befindet sich hier und bei den Links!

Die Fakten sprechen für sich:

Abonnenten: 40.990
Kanalaufrufe: 1.098.397 , sind schon eine enorme Hausnummer! Mach weiter so Ronald! Deine CD ist der Hammer! Ich stehe drauf!

Volker hingegen ist ein Literat, ein Philosoph, ein Gott!!!

Seine Texte sind pregnant, lustig und provozierend zugleich!
Herr Strübing schreibt nicht nur, sondern hat sein eigenen Cartoon ins Leben gerufen Kloß und Spinne (denn Norbert erklärt) ! Neben Videos über aktuelle Anlässe sind seine Cartoons hauptsächlich bei Youtube zu bestaunen!

Ein Link zu diesen Videos gibt es natürlich hier!

Beide Menschen sind natürlich nicht durch YouTube sondern durch ihre Fähigkeiten bekannt geworden! Aber beide haben YouTube genutzt um ihre Websites bzw ihre Werke bekannt zu machen und kommerziell zu nutzen!

Danke YouTube – meinen eigenen Channel werd ich hier auch mal posten 😉 Bis auf Autovideos und ein paar Videos vom Baumblütenfest ist da eh nichts zu holen! Ich hab‘ ja keine Begabungen!

…und wieder schlägt die Stunde 7

16 Jul

10 Kapitel, mit jeweils 50 Slides… Das ist das Resumée eines Semesters Macroeconomics…

Lange Zeit hatten wir uns vorzubereiten auf die morgige Prüfung und trotzdem ist es wieder mal so weit und ich stehe unter Druck alles

nochmal anzugucken und versuchen im Kopf zu behalten.

Es gibt verschiedene Phasen vor einem Examen… Es ist mitunter, im Nachhinein betrachtet sehr lustig wie man sich verhält… Aber lest selbst:

Phase 1 – vom 1. Tag des Kurses bis ca. 30 Tage vor der Klausur

Das Fach fliegt an mir vorbei und ich nehme es nur bedingt wahr. Hausaufgaben werden ab und zu gemacht, Pflichtaufgaben wie Vorträg

e auf den letzten Drücker erledigt. Die Klausur ist ja noch lange hin – keine Angst.

Phase 2 – 30. Tag vor der Klausur bis 10 Tage vor der Klausur

Die ersten fleißigen Schüler fangen mit dem intensiven Lernen an… Es wird verzweifelt nach einer Person gesucht die vielleicht auch noch nicht angefangen hat um sein Gewissen zu beruhigen. Diese Personen werden oft und schnell ge

funden und das Buch wird doch nochmal in die Ecke gelegt. Keine Angst!

Phase 3 – 10. Tag bis 3. Tag vor der Klausur

Jetzt wird es auch für den letzten im Kurs ernst und das Buch wird öfter mal aufgeschlagen und reingeschaut. Manche Themen werden intensiv gelesen und Notizen werden gemacht – so wie es eigtl schon die letzten Monate hätte laufen sollen… Die Klausur rückt näher – Angst macht sich breit.

Phase 4 – 3. Tag bis 1 Tag vor der Klausur – Ausnahmezustand

Panik! Hilfe! Viel zu viel! Es scheint als sei der Himmel plötzlich ergraut und die falsche Selbsteinschätzung, den Schwall an Wissen auf de

n letzten Drücker aufsaugen zu können, hat einem gekonnt ein Bein gestellt. Aber vorsicht! Das Opfer steht wieder auf! und versucht irgendwie – und darauf liegt die Betonung – irgendwie! das fehlende Wissen zu Sichten und zu verarbeiten bzw aufzunehmen. Kein leichtes Unterfangen…

Du musst noch 4 Kapitel lernen und hast noch einen halben Tag zeit!

OH GOTT!!! Warum ist es nur so schwer – das Leben einer Beutelratte?!

PS: Das Schauspiel wiede

rholt sich regelmäßig – jedes Semester aufs Neue – ändert sich das auch mal??

Am Boden und noch tiefer…

16 Jul

Und schon wieder ging sie die Straße entlang und hielt Ausschau nach jemanden der ihr wieder einmal das Gefühl der Freiheit, der inneren Zufriedenheit und Glückseeligkeit verschaffen konnte… Doch weit und breit fand sie niemanden, der ihr für ihr letztes noch verbleibendes Geld das kleine Tütchen zustecken wollte…

Und so ging sie wieder nach Hause. Gleich da hinten links, auf dem Bahnhofsgelände in der kleinen Bretterhütte die früher wohl mal ein Wärterhäuschen war. Und sie guckte durch ihre Habseligkeiten als müsste sie verschwinden und schnell das wichtigste Zusammensuchen. Neben ein paar Decken und einer alten Gitarre war da nicht viel, dass sie ihr Eigen nannte…

Sie legte sich auf eine Pappmatte und versuchte wie so oft über ihren Hunger hinwegzusehen. Der knurrende Magen war nur wieder einmal der Beweis dafür, dass sie früher den falschen Weg eingeschlagen hatte.

Früher war sie Cheerleaderin, sie war eine wunderschöne Frau. Das einzige was ihr geblieben ist sind ihre zerzausten blonden Haare und ein Körper der sich unter Dreck nach besseren Zeiten sehnte…

Viel zu oft hatte sie sich früher auf ihr Aussehen verlassen. Viel zu oft ließ sie sich von reichen Männern aushalten und dachte einfach nicht an die Zukunft. Es wird schon alles rosig sein.

So rosig würde es aber nie mehr sein, wie sie es sich in jener Nacht auf dem Bahnhofsgelände erträumte, dass alles irgendwann wieder besser werden würde.

28 Jahre alt war sie. Ohne Ausbildung, ohne Schulabschluss… Ihre Eltern kehrten ihr damals den Rücken als sie sich entschied nach Kalifornien zu gehen.

Das war vor 10 Jahren. Nun traut sie sich nicht mehr ihrer Mutter in die Augen zu blicken. Nach all den Dingen die sie getan hat, woran sie innerlich zerbrochen ist. Sie fühlt wenig im Moment. Der Hunger liegt wie ein dunkler Schatten auf ihrem Geist, durch den sie kaum klare Gedanken fassen kann…

Seit einem Jahr lebt sie jetzt schon, abgeschieden von der Aussenwelt. Zumindest Tagsüber… Denn Nachts, da kommt sie heraus aus ihrem Wärterhaus und versucht Geld zu machen. Ihr Stolz ist längst verschwunden und so sucht sie nur nach Möglichkeiten ihre Schmerzen zu lindern.

Sie muss weinen wenn sie Geld verdient, wenn Männer die sie wie Dreck behandeln für ein paar magere Dollar mit ihr anstellen was eines Menschen unwürdig ist, auch in Kalifornien.

Und so geht sie Nacht für Nacht raus auf die Straßen von L.A. und kämpft mit ihren Mitteln dagegen dass ihre Hülle, die sie am Leben hält nicht zusammenbricht.

Denn innerlich ist ihr Licht schon längst erloschen.

Aber so ist das, in der Stadt in der man an einem Tag aufsteigt und in der nächsten Sekunde fällt.

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