Rainysummer’s thoughts

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und du?!

September 28, 2008 · Kommentar schreiben

Ich weiß ja nun mittlerweile wie ich selbst Rückschläge verarbeite…
Ein Rückschlag? – Wenn man sich auf etwas gefreut hat, Euphorie dein Denken bestimmt, und du dann doch herb enttäuscht wirst…

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sowas zu verarbeiten… Ich denke nun nach Jahren der Enttäuschung :D (just kidding) – aber trotzdem etwas wahres dran – dass ich verschiedene Stufen durchlaufen habe…

Am Anfang gabs Wutausbrüche – das war zu Kinderzeiten… Da ging dann doch schon mal das ein oder andere Spielzeug hopps… bis 6 Jahre…

Danach kamen die – ich sitze stur im Zimmer und rede mit niemandem ;) bis 18 Jahre :D (jaja – lange Phase… Zicken-time ;) )

Ja und mit 18 wurde man dann mobil und dann ist man schon mal die ein oder andere Runde mit dem Auto gefahren um sich abzureagieren… (natürlich auf abgesperrten Rennstrecken mit echten Verkehrsteilnehmern auf echten Straßen, in einer echten Stadt ;) )

Und nun – kurz dasitzen… seinen Unmut lautstark kundtun – kurz bocken – kurz ne Runde Auto fahren und dann an was positives Denken à la WOOOZAAAAA…

Da fällt mir auf – das ist ja eine gelungene Evolution aus denen ich mir die Rosinen des Bockens und Zickens rausgepickt habe… Na prost Mahlzeit….

Habt ihr parallelen Entdeckt!?!

Ich denke schon die ein oder andere ;)

Gruß und Peace – Ich!

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Ode an Berlin

Juli 31, 2008 · Kommentar schreiben

Berlin, oh du schöne Stadt.

Wie du mir gefällst Tag ein Tag aus,
mit deinen unaufhörlichem Chaos,

wir wohnen hier in deiner Peripherie
ergötzen uns, und staunen, und wie!

Der Verkehr zieht an uns vorbei,
seit Jahren sind wir auch ein Teil.

Deine Gärten, deine Länder, deine Völker deine Kulturen,
leben wir vereint und folgen deinen Spuren.

Ohne dich da ist es öde, Leben ohne Berlin,
wie wär das blöde!

Vom Alexanderplatz zum Zoologischen Garten,
von den Wiesen des Tierparks bis zum Britzer Garten.

Bei deinen Sehenswürdigkeiten bist du ungeschlagen,
genug gibt es zu sehen, man soll es nur wagen!

Raus aus dem Haus, rein in die Bahn,
mit dem Bus oder dem Taxi, lass uns ein Stückchen fahr’n.

Wir genießen deinen Charme, deine Flair, deinen Touch.

Berlin ist unsere Stadt und unser Leben ist Berlin,
denn ohne dich da wären wir nur Brandenburger Wesen…

;) © rainysummer

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Das Lächeln der Öffentlichen Verkehrsmittel

Juli 30, 2008 · 1 Kommentar

Es ist immer wieder schön zu sehen wie man tagtäglich die gleichen Menschen in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit und zurück trifft…

Es ist manchmal sogar schon fast unheimlich wie genau manche Leute zur Bahn erscheinen… Fast auf die Sekunde genau zum Vortag sieht man sich plötzlich wieder, fängt an zu grinsen, was ich einfach mal „Das Lächeln der Öffentlichen Verkehrsmittel“ nenne…

Lustig ist auch dass man bei den Bahnen immer die gleichen Leute sieht… Gleiche Schichten… Gleiche Fahrer, gleiche Insassen… Wie langweilig und monoton… Nur die Musik ist anders. Die Musik aus dem MP3 Player ist leider, oder vielleicht Gott sei Dank, jeden Tag anders… Dank der 4GB gibt es für einen Monat genug zu hören, so dass man nicht das gleiche Lied doppelt hören muss…

Und trotzdem ist es monoton… Der gleiche schnelle Schritt zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln… Der gleiche monotone starre Blick aus dem Fenster der Bahnen, in der Hoffnung auch nur die geringste Veränderung aufzusaugen… Dies sind Situationen in denen einzelne Menschen zu Stars werden weil sie besonders bescheuert zur Bahn rennen oder weil manch Autofahrer doch wieder falsch herum in die Einbahnstraße gefahren ist und ein heiden Chaos verursacht hat…

Doch das Spektakel hält nur für wenige Sekunden an… Denn die Bahn hat keine Zeit zu verlieren… Sie muss uns in der gleichen Zeit zur nächsten Bahn bringen wie gestern, den Tag davor und morgen!

Es ist aber auch vielleicht gerade dieser solide Ablauf der den Menschen so gefällt… Die erste Woche bin ich immer unterschiedlich auf Arbeit gefahren und es war schrecklich… Jedesmal etwas anderes, ungewissheit, schaff ich es pünktlich?! war das gerade die richtige Bahn in die ich eingestiegen bin!?!?

Dann fahr ich doch lieber mit der selben Bahn Tag für Tag… Und natürlich den gleichen Weg zurück!

Und immerwieder das gleiche debile Grinsen auf den Gesichtern der Menschen wenn man sich vertraut vorkommt… Steckt sie alle in eine Gemeinschaftsgummizelle… Da können sie sich im Kreis drehen und jedesmal wenn sie sich gegenseitig ansehen blöd grinsen…

Kennt ihr solche Leute die in einer vollen Straßenbahn den Sitzplatz im Ganginneren benutzen anstatt ans Fenster durchzurutschen?! :) Das ist der Augenblick wenn Erik seinen Spaß am Bahnfahren hat… :)

Ist hier noch frei!? Nein?! – dann wink ich irgendeine alte Dame zu mir und biete ihr den Sitzplatz an, der ja gerade eben noch nicht frei gewesen ist… ;) Die Standpauke gibts von mir gratis dazu… Und die Omma ist hin und weg ;)

Ach ja …. solche Spielchen machen das Bahnfahren symphatisch und aufregend… und das ist der Augenblick wenn man Erik vom Lächeln der Öffentlichen Verkehrsmittel angesteckt wird :)

Gute Nacht!

Kategorien: Kurzgeschichten

Rom brennt…

Juli 17, 2008 · 4 Kommentare

… sagte er während er sich noch einen Drink einschenkte,
Und doch bin ich hier knietief in einem Fluss voller Muschis.

Schon wieder dachte sie, wieder eine maßlose von Whiskey durchtränkte Prädigt darüber,
wie verdammt großartig früher alles war.

Und dass wir armen Seelen zu spät auf die Welt kamen um die Stones zu sehen oder um das gute Koks zu schnupfen das es noch im Studi 54 gab.

Tja, wir haben praktisch alles verpasst wofür es sich zu Leben lohnt.
Und das Schlimmste war, dass sie ihm zustimmen musste.

Da wären wir, dachte sie, am Ende der Welt, ganz am Ende der westlichen Zivilisation.
Und wir alle wollen so verzweifelt etwas empfinden, ganz egal was, damit wir ständig anderen verfallen und uns so durch Leben ficken bis ans Ende unserer Tage…

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Am Boden und noch tiefer…

Juli 16, 2008 · Kommentar schreiben

Und schon wieder ging sie die Straße entlang und hielt Ausschau nach jemanden der ihr wieder einmal das Gefühl der Freiheit, der inneren Zufriedenheit und Glückseeligkeit verschaffen konnte… Doch weit und breit fand sie niemanden, der ihr für ihr letztes noch verbleibendes Geld das kleine Tütchen zustecken wollte…

Und so ging sie wieder nach Hause. Gleich da hinten links, auf dem Bahnhofsgelände in der kleinen Bretterhütte die früher wohl mal ein Wärterhäuschen war. Und sie guckte durch ihre Habseligkeiten als müsste sie verschwinden und schnell das wichtigste Zusammensuchen. Neben ein paar Decken und einer alten Gitarre war da nicht viel, dass sie ihr Eigen nannte…

Sie legte sich auf eine Pappmatte und versuchte wie so oft über ihren Hunger hinwegzusehen. Der knurrende Magen war nur wieder einmal der Beweis dafür, dass sie früher den falschen Weg eingeschlagen hatte.

Früher war sie Cheerleaderin, sie war eine wunderschöne Frau. Das einzige was ihr geblieben ist sind ihre zerzausten blonden Haare und ein Körper der sich unter Dreck nach besseren Zeiten sehnte…

Viel zu oft hatte sie sich früher auf ihr Aussehen verlassen. Viel zu oft ließ sie sich von reichen Männern aushalten und dachte einfach nicht an die Zukunft. Es wird schon alles rosig sein.

So rosig würde es aber nie mehr sein, wie sie es sich in jener Nacht auf dem Bahnhofsgelände erträumte, dass alles irgendwann wieder besser werden würde.

28 Jahre alt war sie. Ohne Ausbildung, ohne Schulabschluss… Ihre Eltern kehrten ihr damals den Rücken als sie sich entschied nach Kalifornien zu gehen.

Das war vor 10 Jahren. Nun traut sie sich nicht mehr ihrer Mutter in die Augen zu blicken. Nach all den Dingen die sie getan hat, woran sie innerlich zerbrochen ist. Sie fühlt wenig im Moment. Der Hunger liegt wie ein dunkler Schatten auf ihrem Geist, durch den sie kaum klare Gedanken fassen kann…

Seit einem Jahr lebt sie jetzt schon, abgeschieden von der Aussenwelt. Zumindest Tagsüber… Denn Nachts, da kommt sie heraus aus ihrem Wärterhaus und versucht Geld zu machen. Ihr Stolz ist längst verschwunden und so sucht sie nur nach Möglichkeiten ihre Schmerzen zu lindern.

Sie muss weinen wenn sie Geld verdient, wenn Männer die sie wie Dreck behandeln für ein paar magere Dollar mit ihr anstellen was eines Menschen unwürdig ist, auch in Kalifornien.

Und so geht sie Nacht für Nacht raus auf die Straßen von L.A. und kämpft mit ihren Mitteln dagegen dass ihre Hülle, die sie am Leben hält nicht zusammenbricht.

Denn innerlich ist ihr Licht schon längst erloschen.

Aber so ist das, in der Stadt in der man an einem Tag aufsteigt und in der nächsten Sekunde fällt.

Kategorien: Kurzgeschichten
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